RADPLAN DELTA
 
SPEICHENRÄDER NACHSPANNEN
 
WARUM - WANN - WIE
 
Bei aller Mühe, die wir uns mit DELTA Laufrädern geben, möchten wir darauf hinweisen:
Es gibt kein Material, das sich nicht verändert. Es gibt auch keine wartungsfreie Technik.
Wenn man informiert ist, kann man Vorsorge treffen und lange Freude an Speichenrädern haben. Was tut sich im Einzelnen?
 
1) Die Speichenbögen arbeiten sich in  das weichere Aluminium des Nabenflansches ein, die Speiche selbst reckt sich.
Nach der Herstellung eines Laufrades erfolgt so in der ersten Woche eine Verringerung der Speichenspannung, da die Speichen sich
Platz machen. Wir lagern deshalb Laufräder vor der Auslieferung. Habt Ihr es besonders eilig, kann es sein, dass Ihr nachspannen müsst.
 
2) Am sichersten wäre es, wenn wir alle Laufräder einfahren; nur für manchen sind sie dann nicht mehr „neu“. Nach 2 Std Fahrt ist nach unserer Erfahrung der Setzungsprozess, der in Ruhe erheblich länger dauert, weitgehend abgeschlossen. Das Absinken der Spannung ist von einem geübten Fahrer fühlbar, und zwar um so eher, je weniger Speichen das Laufrad hat. Wir stellen die Speichenspannung akustisch fest (gilt nur bei ähnlicher Länge und gleicher Stärke).
 
3) Die richtige Speichenspannung muss bei aufgelegter Decke und vollem Reifendruck (9 – 10 bar) eingestellt werden. Ohne Reifen ist die scheinbare Spannung höher. Das Nachspannen mit Reifen auf Druck ist für das System schonender, allerdings sollten eventuelle Höhenschläge vorher ohne Reifen beseitigt werden.
 
4) Wir haben genaue Werte für die Spannung, der jeweilige Anwender nicht immer. Als Richtgrösse kann gelten: Falls nach Gebrauch die Laufräder als "zu weich" empfunden werden, alle Nippel von aussen mit ganz wenig Kriechöl (Caramba) versehen. Nach 5 Minuten Einwirkzeit mit einem guten Nippelspanner, der den Nippel von allen 4 Seiten fasst, nacheinander exakt eine halbe Umdrehung anziehen. Wenn genau gearbeitet wird (immer dieselbe Richtung: anziehen – nicht lösen, keine Speiche vergessen – keine doppelt – immer exakt 180 Grad) verändert sich der Zentrierzustand des Laufrades nicht. Ihr werdet euch wundern: Langgediente Weggefährten, (nicht nur DELTA Produkte) sind danach verjüngt.
 
5) Wir weisen hier nochmals darauf hin, dass Speichenräder bei hohen Umgebungstemperaturen „härter“ fahren als im Winter. Das ist nicht beunruhigend, da im Winter nicht so "scharf" gefahren wird wie in der Wettkampfsaison. Unser Rat:
Überprüft die Laufräder nach der Saison und spannt eventuell 1/4 Umdrehung nach, aber bitte, leeve Leut, nitt jeden Herbst en Viedel Umdrehung möhr, sondern nur wenn nötig.
 
So unjetz iss Schluss mit jenuch
 
Viel Spass!
 
Maro Moskopp
 
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